Häufige Fragen zu Photovoltaik und Elektrotechnik.
Die Fragen, die uns Bauherren am Telefon und auf dem Dach am häufigsten stellen — kurz und ohne Verkaufsprosa beantwortet.
Photovoltaik — Planung
Die meisten geneigten Dächer mit Ziegeln oder Betondachsteinen — für sie gibt es passende Dachhaken und Blechziegel. Wichtiger als die Deckung sind drei andere Dinge: der Zustand der Dachhaut, tragfähige Sparren und die Verschattung durch Bäume, Gauben, Kamine oder Nachbargebäude. Süddächer sind der Klassiker, aber auch Ost-West-Dächer funktionieren gut: Sie liefern gleichmäßiger über den Tag verteilt, was dem Eigenverbrauch entgegenkommt.
Das hängt an drei Größen: nutzbare Dachfläche, Ihr Jahresstromverbrauch und die Frage, ob später eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto dazukommt. Wir schauen uns Ihre letzte Jahresabrechnung an und rechnen von dort aus. Eine Anlage, die nur den heutigen Verbrauch deckt, ist oft zu klein gedacht — eine, die das Dach voll macht, ohne dass Sie den Strom nutzen können, aber auch nicht automatisch besser.
Nicht zwingend. Ein Speicher lohnt sich vor allem dann, wenn Sie tagsüber wenig Strom verbrauchen und abends viel — also im klassischen Berufstätigen-Haushalt. Wer tagsüber zu Hause ist, Wärmepumpe oder Homeoffice hat, erreicht oft schon ohne Speicher einen guten Eigenverbrauch. Wir rechnen das anhand Ihres Verbrauchsprofils durch, statt einen Speicher pauschal mitzuverkaufen.
Ja, und es ist sinnvoll, das gleich mitzudenken. Eine Wallbox ist einer der wenigen Verbraucher, die groß genug sind, um wirklich viel PV-Strom aufzunehmen. Entscheidend ist, ob Ihr Zählerschrank und der Hausanschluss die zusätzliche Leistung hergeben — das prüfen wir bei der Besichtigung gleich mit. Wallbox und PV können später auch so gesteuert werden, dass vorrangig eigener Strom geladen wird.
Häufig ja. Ob zusätzliche Module direkt an den vorhandenen Wechselrichter passen, hängt an dessen Leistungsreserven und an der Verschaltung der bestehenden Strings. Manchmal ist ein zweiter Wechselrichter der technisch sauberere Weg. Wir sehen uns die vorhandene Anlage an — auch wenn sie nicht von uns stammt — und sagen Ihnen, was geht.
Photovoltaik — Montage
In dieser Reihenfolge: Dachhaken setzen und mit Blechziegeln eindichten, Aluschienen montieren und ausrichten, Module setzen und mit Mittel- und Endklemmen fixieren, Strings verschalten, Leitungen ins Gebäude führen, Wechselrichter anschließen und absichern, Zählerschrank anpassen, Anlage prüfen und in Betrieb nehmen. Den kompletten Ablauf mit Bildern finden Sie auf unserer Photovoltaik-Seite.
Bei einem Einfamilienhaus sind wir für Unterkonstruktion und Module in der Regel ein bis zwei Tage auf dem Dach, dazu kommt etwa ein Tag für Elektroinstallation und Inbetriebnahme. Große Dachflächen — etwa unsere Referenz mit 28 Modulen — dauern entsprechend länger. Der zeitkritische Punkt ist meist nicht unsere Arbeit, sondern der Termin für den Zählerwechsel beim Netzbetreiber.
Wenn sauber gearbeitet wird, ja. Jeder Dachhaken durchdringt die Dachhaut — deshalb setzen wir an jeder dieser Stellen einen passgenauen Blechziegel mit Dichtprofil ein, statt einfach einen Ziegel anzuheben. Das ist der aufwendigere Weg und der Grund, warum die Dachhaut nach der Montage genauso dicht ist wie vorher. Auf unserer Projektseite sehen Sie diese Details in Nahaufnahme.
Bei Regen, Sturm oder Frost wird auf dem Dach nicht gearbeitet — aus Sicherheitsgründen und weil sich Dichtungen bei Nässe nicht sauber setzen lassen. Wir verschieben dann und ziehen Arbeiten im Gebäude vor. Sie bekommen rechtzeitig Bescheid, statt vergeblich zu Hause zu warten.
Wenig. Wir brauchen eine Stellfläche für Gerüst oder Hebebühne, freien Zugang zum Zählerschrank und zum Dachboden sowie eine Steckdose. Material, Werkzeug, Absturzsicherung und die Entsorgung der Verpackungen bringen wir mit — und nehmen sie auch wieder mit.
Betrieb & Wirtschaftlichkeit
Ihre Anlage speist zuerst in Ihr Hausnetz ein. Alles, was Sie in diesem Moment verbrauchen, kommt vom Dach — Sie kaufen diese Kilowattstunden nicht ein. Das ist der wirtschaftlich stärkste Teil einer PV-Anlage, weil Sie den vollen Bezugspreis sparen. Verbrauch bewusst in die Mittagsstunden zu legen — Waschmaschine, Spülmaschine, Auto laden — wirkt deshalb oft mehr als zusätzliche Module.
Was Sie weder verbrauchen noch in einen Speicher legen, geht ins öffentliche Netz und wird vergütet. Die Anmeldung beim Netzbetreiber und die Eintragung im Marktstammdatenregister übernehmen wir für Sie — das gehört bei uns zum Auftrag und ist keine Zusatzleistung.
Ja, nur weniger. Auch diffuses Licht erzeugt Strom — an einem grauen Wintertag deutlich unter dem Sommerwert, aber eben nicht null. Was Anlagen dagegen wirklich ausbremst, ist Verschattung: Schon ein Kaminschatten über einer Modulreihe kostet mehr Ertrag, als die meisten erwarten. Deshalb prüfen wir das vorher genau.
Eine PV-Anlage ist wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Sinnvoll ist eine regelmäßige Sichtprüfung von Modulen, Klemmen und Kabelführung sowie ein Blick auf die Ertragsdaten — wenn ein String dauerhaft schwächer liefert, hat das einen Grund. Wir bieten das als Wartungsauftrag an, auch für Anlagen, die nicht von uns stammen.
Elektrotechnik allgemein
Der E-Check ist eine dokumentierte Prüfung Ihrer Elektroanlage und Ihrer Geräte nach anerkannten Regeln der Technik. Pflicht ist er für Privathaushalte nicht, sinnvoll aber besonders bei älteren Installationen, vor einem Hauskauf oder wenn die Versicherung danach fragt. Für Betriebe und öffentliche Einrichtungen sind wiederkehrende Prüfungen ortsveränderlicher Geräte dagegen vorgeschrieben. Wir sind zur Durchführung berechtigt und prüfen unter anderem für die Gemeinde Bahlingen sowie Feuerwehr- und Schulgeräte.
Das lässt sich nur vor Ort beurteilen. Bei älteren Häusern ist der Zählerschrank oft der Engpass, sobald PV, Wallbox oder Wärmepumpe dazukommen — teils weil der Platz fehlt, teils weil aktuelle Anforderungen an Aufbau und Schutzeinrichtungen nicht erfüllt sind. Wir schauen uns das bei der Besichtigung mit an, damit es später keine Überraschung gibt.
Ja. Wir sind in einem Radius von rund 50 Kilometern um Bahlingen unterwegs — das deckt den Kaiserstuhl, den Landkreis Emmendingen und den Großraum Freiburg ab. Diese Begrenzung ist Absicht: Sie sorgt dafür, dass wir bei einer Störung am selben Tag da sein können.
Rufen Sie uns an: 07663 1736, oder schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Beschreiben Sie möglichst genau, was ausgefallen ist und ob ein Sicherungsautomat oder FI-Schalter ausgelöst hat — das spart bei der Terminvereinbarung Zeit.
Ihre Frage war nicht dabei? Schreiben Sie uns